Offene Küche – das Herz der Wohnung

Ob Familie, Paar oder Wohngemeinschaft: In der Küche trifft man sich, tauscht Neuigkeiten aus, verweilt. Doch was passt besser zum Lebensstil: eine offene oder eine geschlossene Küche?

Montagabend in Zürich. Das Tram war wieder einmal überfüllt. Ein Frühlingsregen lässt die 300 Meter nach Hause wie eine kleine Ewigkeit erscheinen. Endlich kommt Kathrin daheim an. Paul und die Kinder sind schon da. Der Duft von warmem Brot und einem Hauch Petersilie liegt in der Luft. Sie setzt sich an den Esstisch, Ava beginnt von ihrem Schultag zu erzählen. Liz macht ihre Hausaufgaben und Paul schaut dem Treiben zu, während er in der offenen Wohnküche das Abendessen zubereitet.

Offene Wohnküchen: Trend oder Wandel?

Wo Wohnen und Essen miteinander verschmelzen, passiert der wichtigste Austausch des Tages. Auch darum sind offene Wohn-/ Koch-/ Essbereiche beliebt. Immer häufiger sind die wichtigsten Räume miteinander verbunden, anstatt mit Wänden und Türen das eine vom anderen zu trennen und den Wohnraum kleiner erscheinen zu lassen. Ob in Zürich, London oder Paris – die Nachfrage nach offenen Wohnküchen nimmt zu. Dabei ist klar, dass es sich dabei nicht um einen vorübergehenden Trend, sondern einen langfristigen Wandel handelt. Neben vielen Vorteilen gibt es aber auch einige Punkte, die zu bedenken sind.

Chaos in der Küche

Was in der Küche passiert, bleibt in der Küche. Nicht aber, wenn Wohn- und Kochbereich eins sind. Das gilt unter anderem für Gerüche. Insbesondere im Winter, wenn das Lüften mühsam ist, kann sich der Geschmack schnell im ganzen Wohnbereich verteilen. Auch das organisierte Chaos bei der Zubereitung eines Festmahls bleibt bei einer offenen Küche keinem Gast verborgen.

Eine geschlossene Küche schafft auch zusätzliche Privatsphäre. So sitzt der eine also gemütlich auf dem Sofa und schaut sich einen Film an. Währenddessen kann der Mitbewohner in der Küche nach Herzenslust wirken, ohne beim Einsatz lauter Küchengeräte böse Blicke zu bekommen.

Unterschiedliche Tagesabläufe können ebenfalls ein Grund für dicke Mauern und Türen sein. Spätestens dann nämlich, wenn morgens kurz nach 6 Uhr Paul und die Kinder von einem Surren geweckt werden, weil Kathrin ihren Frühstücks-Smoothie mixt. Da hilft bei einer offenen Küche nur eins: vorplanen oder gleich ein feines Zmorge für die ganze Familie.

 

 So wird die offene Küche zum Wohntraum

  • Ausreichend Stauraum
    Ordnung ist das halbe Leben – vor allem bei einer offenen Küche. Dafür braucht es ausreichend Stauraum für benutztes Geschirr und herumstehende Küchenutensilien.
  • Leistungsstarker Dunstabzug
    Gedünstete Zwiebeln schmecken lecker. Riechen möchte man sie aber nicht überall. Dank eines leistungsstarken Dunstabzugs verteilen sich Essensgerüche nicht im gesamten Wohnraum.
  • Leise Küchengeräte
    Achten Sie beim Kauf von Küchengeräten nicht nur auf die Leistung, sondern auch darauf, wie laut sie sind. Denn bei offenen Küchen gibt es keine Tür, die die Betriebsgeräusche dämpft. Die Investition in einen leisen Geschirrspüler oder Kühlschrank lohnt sich also umso mehr.
  • Harmonisches Raumkonzept
    Eine grosszügige Kücheninsel ist nicht nur ein Wohntraum, sondern auch optischer Raumtrenner. Bei der Gestaltung sollte man deshalb besonders darauf achten, Farben, Materialien und Formen auf den Wohnbereich abzustimmen.