Erika Grimm und die Arbeit in der Abteilung SCLA

Ob Quartalsabschluss, Heiz- und Nebenkostenabrechnung oder Kontoauszug des Erneuerungsfonds: Wenn Eigentümer und Mieter solche Dokumente erhalten, stammen sie wahrscheinlich von Erika Grimm – zumindest bei den von Intercity Basel betreuten Liegenschaften. Die Sachbearbeiterin ist seit knapp elf Jahren für Intercity Bewirtschaftung tätig.

«Ich gehöre zur Abteilung SCLA – Service-Center Liegenschaften-Administration – und betreue einen Teil der Mandate von Intercity Basel sowie zusätzlich einige gesamtschweizerische, grössere Mandate wie etwa das von der Pensionskasse SBB. Diese rund 30 Liegenschaften betreuen wir in einem kleinen Team und auf einem separaten System.

Zu meinen Aufgaben gehört die klassische Liegenschaftsbuchhaltung: Debitoren und Kreditoren verwalten, Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse sowie Heiz- und Nebenkostenabrechnungen erstellen, Bankkontoabstimmungen durchführen sowie Kapitalbezüge erfassen und überweisen. Hinzu kommen spezielle buchhalterische Aufgaben für Stockwerkeigentümer wie Jahresabschlüsse, Kostenverteilungen, Erneuerungsfonds und so weiter. Bei neuen Bewirtschaftungsmandaten erfasse ich alle Liegenschaftsdaten im REM – unser Buchhaltungssystem – und eröffne die Buchhaltung.

Mein Job klingt sehr strukturiert; das ist er bis zu einem gewissen Grad auch. Und doch ist jeder Tag anders: Immer wieder gibt es kurzfristige Aufgaben zu erledigen. Wenn in einer Liegenschaft zum Beispiel der Lift ausfällt und eine aufwendige Reparatur oder sogar ein Ersatz ansteht, ist das eine grosse Investition. Dafür reicht der Freibetrag, mit dem die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter kleinere Unterhaltsarbeiten finanzieren, nicht aus. Dann muss nach der Freigabe des Eigentümers umgehend eine Überweisung ausgelöst werden, damit möglichst schnell die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen.

 

«Meine Arbeit findet hinter den Kulissen statt.»

 

Dies ist ein Beispiel, das zeigt, wie eng Buchhaltung und Bewirtschaftung zusammenarbeiten. Direkten Kundenkontakt habe ich hingegen kaum: Meine Arbeit findet primär hinter den Kulissen statt. Teamgeist, Flexibilität und natürlich eine exakte Arbeitsweise sind für meinen Beruf unabdingbar. Als Zahlenmensch fühle ich mich im Rechnungswesen gut aufgehoben, und dank der Zusammenarbeit im Team kann ich auch meine kontaktfreudige Seite ausleben.

Gelernt habe ich ursprünglich Detailhandelsangestellte im damaligen Konsumverein Zürich. Schon mit 19 Jahren habe ich eine Filiale geleitet. Als so junge Chefin akzeptiert zu werden, war schwierig, hinzu kamen die im Verkauf langen Arbeitstage – es war Zeit, mich neu zu orientieren. Von der «Front» wechselte ich 1980 ins Büro und begann als Sachbearbeiterin im Lohnwesen der damaligen Wagonfabrik Schlieren. Zu jener Zeit war es relativ einfach, beruflich umzusatteln. 1982 begann ich bei Merkur Immobilien, nach der Babypause – ich habe zwei Söhne – arbeitete ich wieder Teilzeit im Verkauf.

 

«Buchhaltung und Bewirtschaftung arbeiten eng zusammen.»

 

Ab 1998 arbeitete ich erneut in der Liegenschaftsbuchhaltung einer Immobilienfirma und blieb der Branche treu: 2009 begann ich meinen jetzigen Job bei Intercity. Um meine langjährige Berufserfahrung zu ergänzen und mein Wissen zu vertiefen, habe ich verschiedene Weiterbildungen absolviert, zum Beispiel als SIZ User oder Sachbearbeiterin Rechnungswesen/Treuhand.

Ich bin eine ausgesprochene Frühaufsteherin, denn morgens brauche ich etwas Zeit für mich. Mein Wecker klingelt schon um 5.15 Uhr; im Büro komme ich dann gegen 8 Uhr an. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie, die aus meinem Lebenspartner, meinen Söhnen, drei kleinen Enkelkindern und meinen drei Geschwistern besteht. Ich halte mich mit Gartenarbeit und etwas Sport – Skifahren, Velofahren und Schwimmen – fit. Im Winter, wenn es im Garten nichts zu tun gibt, bin ich in der Werkstatt beim Sägen und Schleifen anzutreffen; so entstehen lustige Holz-Puzzles. Beim Basteln und Werken kann ich meine kreative Seite ausleben. Nicht zuletzt halten mich meine zwei Katzen auf Trab.»

 

Service-Center Liegenschaften-Administration

Das SCLA ist eine von vier zentralen Service-Einheiten der Intercity- Gruppe und für die Liegenschaftsbuchhaltung aller bewirtschafteten Objekte zuständig. Die Abteilung wird von Marco Schneider geleitet. Zum Team gehören 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Erika Grimm (*1960) arbeitet als Sachbearbeiterin im Service-Center Liegenschaften-Administration. Sie ist seit fast 30 Jahren in der Liegenschaftsbuchhaltung tätig. Ihr Wissen hat sich die gelernte Detailhandelsangestellte «on the job» sowie mit diversen Weiterbildungen erarbeitet. Unter anderem hat Erika Grimm den Lehrgang als Sachbearbeiterin Rechnungswesen / Treuhand an der KV Wirtschaftsschule Baden absolviert.