v.l. Roger Busch / Christian Wigholm / Christian Ott

Digitalisierung in der Intercity-Gruppe

Die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung sind auch für die Intercity-Gruppe wichtig. Neben den technischen Herausforderungen gilt es auch die notwendigen Veränderungen der Organisation und deren Einfluss auf die Mitarbeitenden zu berücksichtigen.

Unter dem Begriff «Digitalisierung» werden unterschiedlichste Dinge verstanden. Die einen halten schon den Wechsel vom Papier hin zu gescannten Dokumenten im PDF-Format oder die Publikation von Kundeninformationen auf eine Webseite für Digitalisierung. In anderen Branchen wurde erkannt, dass der Mehrwert der Digitalisierung in der Effizienzsteigerung durch Automation liegt und durch radikale Veränderung aller Geschäftsprozesse erreicht werden kann. Sicher ist, dass mit fortschreitender Digitalisierung neue Möglichkeiten im Bereich der Effizienz- und Qualitätssteigerung entstehen. Die Veränderungen bedingen aber die Ablösung von bewährten Geschäftsprozessen.

Digitalisierung am Beispiel der Immobilien Bewirtschaftung

Der Informationsfluss zwischen Lieferanten, Kunden, Mietern und Eigentümern könnte komplett digital erfolgen. Sind die Daten von Kunden und Lieferanten digital verfügbar, können diese mit Software (z.B. künstlicher Intelligenz oder regelbasierten Systeme) analysiert und automatisiert verarbeitet werden. Spezialfälle werden einem Mitarbeiter zur Bearbeitung zugewiesen werden. Dadurch können Prozesszeiten verringert und die Prozessqualität verbessert werden. Während von der Digitalisierung der Geschäftsprozesse alle Beteiligten profitieren, müssen die Kosten für Digitalisierungsprojekte von der Bewirtschaftung getragen werden.

Erfolgsfaktoren

Damit auf Markttrends und neue Anforderungen mit spezialisierten Apps und Softwarelösungen flexibel und schnell reagiert werden kann, ist eine zentrale Verwaltung und Pflege der Informationen ein Erfolgsfaktor. Für die zentrale Ablage von digitalen Informationen müssen meist mehrere Softwarelösungen eingesetzt und komplementär betrieben werden. Für den Datenaustausch mit Drittsystemen von Kunden oder spezialisierten Apps werden Daten über Schnittstellen bzw. über einen Integration-Bus verfügbar gemacht werden.

Im Rahmen der Digitalisierungsprojekte der Intercity Gruppe wird intensiv am Aufbau einer solchen Plattform gearbeitet. Mit der Realisierung der Plattform werden die Kunden der Intercity Bewirtschaftung wie auch die Intercity Bewirtschaftung selber einen Mehrwert erfahren. Neue Anforderungen von Kunden oder spezialisierte Softwarelösungen, werden einfacher flexibler umgesetzt werden können.

Neben den technischen Erfolgsfaktoren müssen auch die notwendigen Anpassungen der Prozesse und der Organisation beachtet werden. Veränderungen in der Organisation und in den Abläufen erzeugen oft Ängste und führen typischerweise zu Widerstand im Team. Investitionen in Digitalisierungsprojekte sind verloren, wenn die Mitarbeiter nicht einbezogen werden. Für das Motto «Betroffene Personen zu Beteiligten machen», sind Digitalisierungsprojekte mit Ressourcen aus allen Hierarchiestufen umzusetzen.

Der Weg der Intercity-Gruppe

Die Geschäftsleitung der Intercity-Gruppe hat erkannt, dass die Digitalisierung nur durch Effizienzsteigerung und marktfähigen Zusatzdienstleistungen finanzierbar ist. Mit der Automatisierung der Geschäftsprozesse verringern sich die manuellen Aufwände und die Qualität der Prozesse steigt. Die damit erreichte Qualitätssteigerung stellt einen Mehrwert für die Kunden der Intercity Bewirtschaftung dar. Mit Zusatzprodukten reagiert die Intercity Bewirtschaftung auf Kundenbedürfnisse und der damit verbundenen Nachfrage nach innovativen IT-Lösungen. Die hohen Investitionen für dieses Projekt werden komplett durch die Intercity Bewirtschaftung getragen.

Für die anstehenden Digitalisierungsprojekte arbeitet sie mit Christian Ott, altervision GmbH, und Roger Busch, busch-consulting GmbH, zusammen. Die beiden Firmen haben gemeinsam mit den Verantwortlichen der Intercity-Gruppe mögliche Varianten für die zukünftige IT-Plattform erarbeitet, welche die hohen Anforderungen an Flexibilität und Agilität erfüllt. Mit der neuen Softwareplattform soll die Intercity-Gruppe auf die künftigen Herausforderungen der Immobilienbranche vorbereitet sein.

v.l. Roger Busch / Christian Ott

Christian Ott, altervision GmbH
begleitet Unternehmen bei der Entwicklung digitaler Kulturkompetenz wie Agilität, Kollaboration und Technologieaffinität. Als IT- und Organisationsberater begleitet er Firmen an der Schnittstelle zwischen IT, Prozessen und Organisation.

Roger Busch, busch-consulting GmbH
unterstützt Unternehmungen bei der Auswahl, Einführung und Optimierung von Business Software. Als Berater und Interim Manager verfügt er über langjährige Erfahrungen und ist mit seiner Projekterfahrung ein kompetenter Ansprechpartner für technische, betriebswirtschaftliche und organisatorische Themen.